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eBay-Inside - Achtung vor neuen Betrügern: Fehler von Verkäufern werden ausgenutzt!

Auf den Seiten von eBay tummeln sich tagtäglich Millionen von Mitgliedern, die Dinge verkaufen oder kaufen wollen. Es ist immer was los! Tausende Artikel pro Stunde werden gekauft und verkauft. Geschäftsabwicklung im Sekundentakt!

Und wo es Geld zu holen gibt, sind Betrüger bekanntlich nicht weit. Trotz zahlreichen Überprüfungen bei der Anmeldung zum Handel am weltweit größten Marktplatz und dem bekannten Bewertungssystem tummeln sich tausende Kriminelle auf den Seiten, immer auf der Suche nach einer schnelle Aktion, um Geld abzugreifen. Ganz egal, ob Käufer oder Verkäufer.

eBay geht im eigenen Interesse gegen die Betrüger vor. Meldungen von Mitgliedern oder Tipps in den Foren und Cafes werden stets verfolgt. Das mehrköpfige Sicherheitsteam schaut im Minutentakt hunderte Auktionen und Transaktionen durch, um verdächtige Geschäfte aufzuspüren. Trotz all der Vorbeugung bleibt eine gewisse Gefahr immer.

Folgend finden Sie die bekanntesten und beliebtesten Betrugsmaschen bei eBay. Lesen Sie diese und schützen Sie sich davor!

falsche Angabe, anscheinenden gute Bewertungen, bezahlt, aber die Ware lässt auf sich warten

Die klassische Betrugsmasche, wenn man auf einen Verkaufspreller reinfällt. Es scheint alles ganz seriös. Zumeist werden teure Artikel verkauft, wie zum Beispiel ein hochmoderner TFT-Monitor. Sie interessieren sich dafür. Als sicherheitsbewusster Käufer schauen Sie, ob alles Wichtige in der Beschreibung steht und ob die Bewertungen gut ausfallen. Alles stimmt und die Ware ist auch noch um einiges günstiger als beim Händler. Eigentlich unrealistisch, aber alles scheint sehr aufrichtig. Sie schlagen zu. Natürlich müssen Sie per Vorkasse zahlen. Bis das Geld auf dem Konto des Verkäufers eingetroffen ist, ist der Kontakt nett und freundlich.

Aber sobald der Verkäufer sein Geld hat, ist Funkstille. Sie hören nichts mehr vom Handelspartner. Seine bei eBay angegebenen Daten waren nicht echt. Er ist längst mit dem Geld aus dem Staub. Zu machen ist da selten was.

Woher kommen die vielen positiven Bewertungen? Ganz einfach: Der Käufer hat zunächst viel kleine Dinge gekauft und verkauft. Meist Artikel zwischen einem und fünf Euro. Alles korrekt abgewickelt, um an die guten Bewertungen zu gelangen. Nun hatte er genügend und konnte zuschlagen. Wenn Sie sich die Auktionen hinter den Bewertungen anschauen, merken Sie es selbst.

Was können Sie tun? In fast jedem Fall hat der Betrüger mehrere Verkäufe gleichzeitig laufen, damit sich dieser kriminelle Akt lohnt. In den Sicherheitsforen von eBay lassen sich vom gleichen Verkäufer geprellte Kunden schnell ausfindig machen. Teilweise sind die Betrüger mit mehreren Benutzernamen angemeldet. Über Kleinigkeiten wie die gleiche Bankverbindung können Sie Opfer des gleichen Kriminellen mit anderem Mitgliedsnamen ausfindig machen. Oft gibt eBay auch E-Mailadressen von Mitgliedern weiter, die sich schon beim Auktionshaus gemeldet haben und vom gleichen Mitglied betrogen worden sind. Versuchen Sie so viele Betrogene wie möglich zu finden und gehen Sie zusammen gegen den Betrüger vor. Gemeinsam haben Sie mehr Gewicht!

falscher Treuhandservice

Wie im oben geschilderten klassischen Betrugsfall bei eBay läuft auch hier alles glatt. Der Verkäufer gibt ein absolut seriöses Bild ab: ausführliche Beschreibung, Top Bewertungen, netter Kontakt. In diesem Fall bietet er sogar einen Treuhandservice an. Der Treuhandservice wird von eBay empfohlen; er gilt als besonders sicher. Gegen eine Gebühr kann er genutzt werden. Der Käufer überweist den zu zahlenden Betrag zunächst auf das Konto des Dienstes. Dieser gibt dem Verkäufer dann Bescheid, dass das Geld eingetroffen ist. Der Verkäufer schickt dann die Ware raus. Sobald Sie beim Käufer eingetroffen ist, gibt dieser das Geld zu Überweisung frei, sofern die Ware wie beschrieben geliefert wurde und keine Mängel ersichtlich sind.

Der Treuhandservice ist im Betrugsfall meist unbekannt und wird vom Verkäufer, also dem Betrüger, ausgewählt. Das Problem, diesen Service gibt es gar nicht. Auch wenn er über Webseite und E-Mail für den Betrogenen aufrufbar und sichtbar ist. Er ist ganz einfach vom Betrüger fingiert. Das Konto, das angeblich das des Treuhandservices ist, ist das des Verkäufers. Er steckt sich auch hier das Geld ein und verschwindet.

Gleichermaßen wie von Verkäufern durchgeführt, wird diese Betrugsmasche auch von Käufern praktiziert. In diesem Fall kauft der Käufer einen Artikel zum hohen Preis (zahlen wird er ihnen später ja schließlich sowieso nicht) und verlangt dann vom Käufer einen Treuhandservice. Gekauft werden oft hochwertige Artikel wie teure Unterhaltungsgeräte, Schmuck oder ähnliches. Der vom Käufer gewünschte Treuhandservice ist natürlich wie oben auch beim Verkäufer vorgetäuscht. Eine E-Mail bestätigt dem betrogenen Verkäufer den angeblichen Geldeingang vom Käufer. Er muss nun die Ware versenden. Sobald der Straftäter diese hat, macht er sich aus dem Staub. Natürlich kauft er nicht nur einen Artikel nach dieser Masche, sondern versucht es gleichzeitig mit mehreren, damit sich der Aufwand lohnt und möglichst viel Gewinn abwirft. Das Geld erhält der Verkäufer natürlich nie.

Aufgepasst Verkäufer … wenn versichert angegeben, dann auch versichert versenden!

Diese Betrugsart ist ein richtiger Volkssport für kleine Hobbybetrüger und "Kicksucher". Die Betrüger hier, suchen sich gezielt Verkäufer von meist minderwertigen Artikeln, die, anders als angegeben, ihre angebotene Ware statt versichert unversichert versenden. Zweck für die Verkäufer, sie sparen teilweise erhebliche Versandkosten. Allerdings haben sie ein Problem, wenn die Ware auf dem Postweg verloren geht. Normalerweise weniger ein Thema wenn sie wie versprochen versichert versendet hätte, den dann hätte die Post den Schaden übernommen. So bleibt der Verkäufer auf seinem Verlust sitzen und muss dem Käufer seinen Zahlungsbetrag zurück überweisen.

Die Betrüger setzen nun noch einen drauf. Sie erhalten zwar die nicht versicherte Ware, geben dem Verkäufer aber an, dass sie nichts erhalten haben. Der Verkäufer kann nun nichts tun. Denn sein eigener kleiner Betrug (es ist ein rechtlicher Betrugsfall, wenn der Käufer seine, sogar selbst angegebenen, Vertragsversprechen nicht erfüllt!) wurde ausgenutzt, um sich an ihm zu bereichern. Dem Käufer muss nun gleichwertiger Ersatz zugesendet werden (nun wahrscheinlich versichert) oder der gezahlte Betrag zurückgezahlt werden. Wie aber wissen die Betrüger, das ein Verkäufer nicht wie angegeben versichert versendet sondern unversichert?

Während der Recherchen zu diesem Artikel gab mir mein Informant einige Hinweise. So existiert ein geheimes Forum, in dem Mitgliedsnamen veröffentlicht werden, bei dem dieser Betrugsversuch geglückt ist. Oft machen die Verkäufer mehrfach den Fehler und versenden auch das nächste mal unversichert, denn sie meinen es wäre nur eine Ausnahme gewesen. Erst wenn Sie merken, dass es systematisch das vierte oder fünfte Mal passiert werden sie daraus schlauer (somit auch immer ein Risiko für den Kaufbetrüger, denn er weiß nie 100 %ig, ob nicht doch versichert versendet wird). Machen können sie dagegen leider nichts. Schließlich haben sie keinen einzigen Beweis gegen die Käufer.

Mitglieder in diesem Forum können neuen Bekannten den Anmeldelink geben. Nach einer Überprüfung des eBay-Mitgliedes wird ihm der Zutritt zu diesem Forum gestattet. Vorraussetzung sind allerdings mindestens 50 Bewertungen bei eBay.

Übrigens sind die Betrüger in diesem Bereich sehr schweigsam. Sie erzählen meist erst nach zwei Jahren von ihren Aktionen, denn dann sind die Angelegenheiten rein rechtlich verjährt. Um die oben stehenden Informationen von unserem Informanten zu erhalten musste ich lange über mehrere Umwege herumfragen.

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