Audrey Tautou - Kleine Französin wird zum Weltstar
Der Film "Die fabelhafte Welt der Amelie" hat der zauberhaften Audrey Tautou im Jahr 2001 den ersten großen Erfolg beschert und sie bekannt gemacht - ihre Rolle neben Tom Hanks in "The Da Vinci Code - Sakrileg" mit Filmpremiere am 19. Mai 2006 wird ihr jedoch Weltruhm bringen. Hätte Dan Browns Verlag "Random House" die Klage gegen die Autoren des Sachbuches "Der Heilige Gral und seine Erben" (1982) allerdings verloren, hätten die Millionen Anhänger des Thrillers vergeblich auf den Film warten müssen. Anfang April jedoch hat das Oberste Gericht in London entschieden, Brown habe n i c h t abgeschrieben. Somit stand dem Filmstart nichts mehr im Wege, der das 59. Filmfestival in Cannes am 17. Mai einläutet.
"The Da Vinci Code - Sakrileg" erhitzt die Gemüter
Der 2003 veröffentlichte Bestseller hatte nicht nur die Autoren Richard Leigh und Michael Baigent auf den Plan gerufen, sondern auch den Vatikan und die amerikanischen Christen auf die Barrikaden gebracht. Dan Brown behauptet nämlich, sein heiß umstrittener Roman, der die Werte des Christentums ins Wanken bringt, beruhe teilweise auf wahren Fakten. Es geht darin unter anderem um die Behauptung, Jesu Christi sei mit Maria Magdalena verheiratet gewesen und hätte mit ihr Kinder gezeugt. Die Erblinie zieht sich in seinem Buch bis in die heutige Zeit. Obwohl doch bekanntlich ein Roman hauptsächlich Fiktion ist und als solche empfunden werden soll, wird er von der US-amerikanischen Bischofskonferenz scheinbar als sehr bedrohlich für den christlichen Glauben empfunden. Immerhin lässt sie eine Fernsehdokumentation mit Namen "The Authentic Jesus" drehen, die die angeblichen Lügen aufzeigen und die "Wahrheit" belegen soll. Es wurden zu diesem Zwecke auch schon "Wahrheitskommissionen" ins Leben gerufen, Bücher und DVDs veröffentlicht und Webseiten online gestellt.
Die Produktionsfirma Sony Pictures hingegen soll in weiser Voraussicht den Rat katholischer Spezialisten in Anspruch genommen haben, um mit der Verfilmung dieses Thrillers christliche Gläubige nicht vor den Kopf zu stoßen. Das vollständige Gelingen dieser löblichen Intention käme aber bei d i e s e r Romanvorlage bestimmt einem Wunder gleich!
Erfolgreiche Französin
Die junge französische Schauspielerin Audrey Tautou wurde am 9. August 1978 in Beaumont (Frankreich) geboren. Sie schloss das Abitur mit Auszeichnung ab und studierte "Moderne Literatur" in Paris. Nach dem Besuch eines Theaterkurses entdeckte sie die Liebe zur Schauspielerei und brach das Studium ab. Sie war in französischen Fernsehserien und in Kurzfilmen zu sehen, bis sie eine Rolle im Film "Schöne Venus" (1999) erhielt und dafür mit einem "César" ausgezeichnet worden ist. In der Folge erhielt sie die Hauptrolle in Jean-Pierre Jeunets "Die fabelhafte Welt der Amelie" (2001). Trotz folgenden Angeboten aus Hollywood drehte sie weiterhin in Europa. Weitere Rollen hatte sie beispielsweise in "God is Great, I´m not" (2001), "Kleine schmutzige Tricks" (2002), "Wahnsinnig verliebt" (2002) und "Barcelona für ein Jahr" (2002). Mit "Mathilde - Eine große Liebe" (2004) landete sie einen nochmaligen großen Erfolg. 2005 drehte sie einen Film namens "Wiedersehen in St. Petersburg", bald danach wurde sie für "The Da Vinci Code - Sakrileg" von Hollywood engagiert. Gerüchten zufolge hätte der französische Präsident Chirac, der Produzent Brian Grazer und Regisseur Ron Howard hinsichtlich der Dreherlaubnis im Pariser Louvre persönlich empfangen hatte, übrigens sehr gerne die französische Schauspielerin Sophie Marceau in dieser Rolle gesehen, da sie eine Freundin seiner Tochter Claude ist.
Bescheidene Lebensweise
Audrey lebt allein in ihrem Pariser Appartement und spielt in ihrer Freizeit gerne Klavier. Sie engagiert sich gegen den rechtsextremen Politiker Jean-Marie Le Pen und fotografiert angeblich jeden Reporter nach einem Interview. Nacktszenen ist sie zwar nicht abgeneigt, gibt aber zu, dabei ein wenig scheu zu sein. Sie findet Szenen, in denen die Frauen ein wenig bedeckt sind, viel reizvoller.
Auf ihre Ähnlichkeit mit Audrey Hepburn angesprochen kontert sie, sich mit der 1993 verstorbenen Schauspielerin nur den Vornamen zu teilen. Andere Parallelen sieht sie nicht. Das Berühmtsein sei ihr überhaupt peinlich, viel lieber wäre sie noch immer anonym. Sie fährt nach wie vor mit der U-Bahn durch Paris und liebt es unerkannt durch die Straßen zu schlendern.
Sie sollte es noch genießen, denn nach erfolgreichem Anlaufen des Kinofilms "The Da Vinci Code - Sakrileg" wird ihr das bestimmt nicht mehr so leicht möglich sein.



