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Robbie Williams - Sänger mit Sexappeal und Depressionen

Wenn das Wort "Sexappeal" fällt, so denkt manche Frau automatisch an den britischen Pop-Import Robbie Williams. Wenn er auf der Bühne steht, flippen nicht nur die Teenies aus, sondern auch bodenständige Mütter, Hausfrauen und sogar Großmütter. Dieser Mann hat Ausstrahlung und ein "Bad-Boy"-Image - und das kommt bei Frauen offenbar an.

Robert Peter Williams ist sein bürgerlicher Name. Geboren ist er am 13. Februar 1974 in Stoke-on-Trent bei Manchester. Sein Talent als Entertainer hat er von seinem Vater geerbt, der sich sein Brot als Alleinunterhalter verdiente.

1990 meldete ihn seine Mutter zu einem Casting an, bei der Jungs für eine Boygroup gesucht wurden. Zunächst war Robbie zwar nur als Ersatz gecastet worden, schon bald aber wurde er zu einem fixen Mitglied in der Gruppe Take That. Diese Band schaffte es weltweit zu zahlreichen Top-Ten-Hits, und wurde die bis dato erfolgreichste Boygroup überhaupt. Nach ein paar Differenzen innerhalb der Gruppe verließ Robbie Take That. Für viele Fans war damals schon klar, dass Robbie Williams nicht so einfach von der Bildfläche verschwinden würde.

Zunächst nahm jedoch niemand so richtig Notiz von seinen Solo-Projekten. Schlagzeilen machte er vielmehr mit seinem Privatleben - seiner Drogen- und Alkoholsucht. Doch dann brachte er die Single "Angels" heraus, die so absolut nicht an "Take-That" erinnerte. Robbie entfernte sich vom Boygroup-Image und machte sich als erstzunehmender Musiker bemerkbar.

Nun ging es stetig bergauf, und es folgten noch viele Hitsingles. Robbie arbeitete unter anderem auch mit Stars wie Kylie Minogue, Nicole Kidman und Tom Jones zusammen. Seine Konzerte sind in der Regel ausverkauft, und mit fünfzehn Brit Awards führt er die Hitliste der wohl wichtigsten englischen Musikauszeichnung an.

Die Videos zu seinen Hits sind oftmals umstritten. In "Rock DJ" zieht er sich die Haut vom Leib, im Video zu "Come Undone" wird der ungustiöse Tag nach einer wilden Party gezeigt. Und das Video zu "Tripping" erinnert an einen nicht enden wollenden Albtraum. Der Sinn seiner Videos ist oft auf den ersten Blick nicht zu erkennen, und doch haben sie mehr Aussagekraft als der hollywoodmäßige Einheitsbrei, den uns die Musikindustrie häufig bietet. Obwohl Robbie Williams in Europa sehr erfolgreich ist, gehört er in Amerika noch zu den weniger bekannten Stars. Um in Übersee seinen Bekanntheitsgrad ein bisschen zu erhöhen, sang Robbie z. B. Swing-Klassiker von Frank Sinatra. Diese Art von Musik etablierte ihn als ausdrucksstarken Sänger, dessen Stimme auch bei Konzerten überzeugte. Er erreichte damit zwar nicht den erhofften Erfolg in Amerika, aber erweiterte damit seine Zielgruppe auf ein älteres Publikum.

So gut es bei Robbie punkto Karriere auch lief, privat hatte er bislang weniger Glück. Bis zum heutigen Tag kämpft er mit Depressionen - eine der Schattenseiten des Erfolges. Sollte er sich jemals aus dem Showbiz zurückziehen, dann wird er aber sicher auch das noch meistern.

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