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Terence Hill - der smarte Italiener mit den blauen Augen

Wer kennt sie nicht, die italienischen Klamaukwestern mit Terence Hill und seinem Kumpel Bud Spencer? Das sind die beiden Helden, die immer einen lässigen Spruch auf den Lippen haben, und mit schlagkräftigen Argumenten für das Gute kämpfen. Der eine ist eher der gemütliche Zeitgenosse, der andere der blauäugige und clevere Frauenschwarm.

Geboren wurde Terence Hill als Mario Girotti am 29. März 1939 in Venedig. 1943 zog die Familie nach Lommatzsch bei Dresden, wo sie ein paar Jahre verbrachte. Später richtete man hier zu Ehren von Terence Hill sogar ein eigenes Terence-Hill-Museum und -Freibad ein. Nach Kriegsende zog die Familie wieder nach Italien zurück.

Terence ist ein begnadeter Schwimmer, genau wie sein Schauspielkollege Bud Spencer. Die beiden lernten sich in jungen Jahren beim Training kennen, und wurden beim Schwimmen als Schauspieler entdeckt. Auch beim Rudern war der sportliche Terence immer vorne dabei, gewann sogar eine Silbermedaille mit seinem Verein Tevere Roma.

Schon sehr früh fand Terence den Weg zum Film. Bereits mit zwölf Jahren hatte er seine erste Filmrolle in der Tasche. Es folgten viele weitere Filme, und Terence - damals noch besser bekannt als Mario Girotti - wurde bald schon zum gefragten Schauspieler. Er spielte die Hauptrolle in "Lazzarella", "Die große blaue Straße" und "Das Bildnis des Dorian Gray".

Zu seinem Künstlernamen "Terence Hill" kam er 1967. Aus einer Liste mit 20 Namen musste er sich binnen 24 Stunden für einen entscheiden. Der Name "Hill" hat übrigens nichts mit dem Nachnamen seiner Frau zu tun.

Nach seinem Erfolg in "Der Leopard", in dem Schauspielergrößen wie Burt Lancaster, Claudia Cardinale und Alain Delon zu sehen waren, brach Terence sein Literatur- und Philosophie-Studium ab und konzentrierte sich nun auf seine Schauspielkarriere. Er wurde für die deutschen Karl-May-Filme verpflichtet und spielte unter anderem in "Winnetou II" mit.

1966 bekam er eine Rolle in "Die Nibelungen", Ein Jahr darauf wechselte er dann zum Italo-Western, die bekannt waren für ihre Blutigkeit und Brutalität. Im Jahre 1970 erfand Enzo Barboni die Charaktere "Der müde Joe" und "der Kleine" für den Film "Die rechte und die linke Hand des Teufels". Diese Art von Western kam beim Publikum gut an, sie waren unblutig und ungewohnt komisch. In diesen Filmen spielte Terence an der Seite von Schauspielkollegen Bud Spencer. Von da an war das komische Paar über die Grenzen hin bekannt.

Es folgten weitere Filme mit Bud Spencer - fernab des Westerngenres - z. B. "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" oder "Das Krokodil und sein Nilpferd". "Die Troublemaker" war der letzte gemeinsame Film des erfolgreichen Duos.

1984 verfilmte Terence den Klassiker "Don Camillo und Peppone" neu. Er spielte dabei die Hauptrolle und führte Regie. Jahre später spielte er wieder einen Pfarrer, dieses Mal in "Don Matteo". 1990 bis 1992 führte Terence Regie bei "Lucky Luke", und übernahm außerdem die Hauptrolle.

In seiner Freizeit sitzt Terence gerne auf seinem Motorrad, das seit Jugendtagen zu seinen Leidenschaften zählt. Verheiratet ist er mit der aus Bayern stammenden Amerikanerin Lori Zwickbauer, welche sich amerikanisiert Lori Hill nannte. Der Adoptivsohn Ross Hill, welcher in zwei Filmen an Terences Seite spielte, kam 1990 bei einem Autounfall ums Leben.

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